Erdwärmesondenversuchsstand

Eine grundlegende Zielstellung des Projektes ist die Untersuchung thermischer Speichervorgänge im Umfeld von Erdwärmesonden. Um in diesem Forschungsfeld nicht nur Erkenntnisse aus Modellbetrachtungen, sondern ebenso aus experimentellen Untersuchungen ziehen zu können, steht der Forschergruppe ein mit umfangreicher Messtechnik ausgestatteter Versuchsstand zur Verfügung.

Die Anlage besteht aus den folgenden Hauptkomponenten:

  • Kälteerzeuger, mit dessen Hilfe der Wärmeentzug durch eine Wärmepumpe simuliert werden kann

  • Wärmeerzeuger, mit dessen Hilfe die Einspeisung von Wärmelasten aus der Gebäudeklimatisierung simuliert werden kann

  • Dem Erdwärmesondenfeld, bestehend aus drei im Dreieck angeordneten Sonden vom Typ 32 mm Doppel-U aus vernetztem Poyethylen (PE-X) und einer zentrisch angeordneten Kontrollsonde

Die drei Hauptkomponenten sind durch ein hydraulisches System und einen thermischen Speicher miteinander verbunden. Das Anlagendesign ermöglicht die Beaufschlagung einzelner oder auch mehrerer Sonden mit Wärme- oder Kältelasten. Alle drei Erdwärmesonden sowie die zentral angeordnete Kontrollsonde verfügen auf ihrer vollen Länge über eine Messsensorik zur Erfassung der Temperatur. Die zentrale Erfassung der Messwerte erfolgt über ein Messsystem der Firmen Ahlborn/GESO. Die Datenspeicherung und -visualisierung wird mit der Software AMR-WinControl realisiert.

Die im Rahmen der Versuchsdurchführung sondenspezifisch beaufschlagte thermische Leistung sowie der jeweilige Sondendurchsatz ist individuell regelbar. Der Volumenstrom pro Einzelsonde ist hierbei auf 4 m³/h begrenzt. Hinsichtlich der Vorlauftemperatur des Wärmeträgermediums (40%iges Glykol-Wassergemisch) ist ein Bereich von -10 °C bis 90 °C nutzbar.

Letzte Änderung:26. Januar 2018