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HSZG-Expertise bei den Berliner Energietagen: Wohnungs- und Immobilienwirtschaft im Zentrum der Gebäudewende

Lars Klitzke stellte bei den Berliner Energietagen 2026 den Diplomstudiengang Wohnungs- und Immobilienwirtschaft der HSZG sowie die neue Doppelqualifikation zum Gebäudeenergieberater vor. Im Dialog mit Politik, Handwerk und Verbänden wurde deutlich: Die Energiewende im Gebäudesektor braucht qualifizierte Fachkräfte, gewerkeübergreifende Zusammenarbeit und belastbare Weiterbildung.

Am 5. Mai 2026 war die Hochschule Zittau/Görlitz bei den Berliner Energietagen vertreten. Lars Klitzke stellte dort den Diplomstudiengang Wohnungs- und Immobilienwirtschaft sowie die neue Doppelqualifikation im Bereich Gebäudeenergieberatung vor. Die Berliner Energietage zählen zu den zentralen Fachveranstaltungen der deutschen Energie- und Klimaschutzlandschaft und bringen Akteurinnen und Akteure aus Politik, Wissenschaft, Verwaltung, Wirtschaft und Praxis zusammen. Für 2026 wurde der thematische Bogen ausdrücklich von Politik über Forschung bis zur konkreten Umsetzung in der Praxis gespannt.

 

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie der Gebäudebestand unter realen Marktbedingungen, rechtlichen Veränderungen und wachsender technischer Komplexität zukunftsfähig modernisiert werden kann. Klitzke moderierte im Rahmen der ZDH-Veranstaltung der Taskforce Gebäudetechnik den Austausch zu energetischer Sanierung, Gebäudemodernisierung und beruflicher Qualifizierung. Auf dem Podium diskutierten unter anderem Lars Rohwer, Mitglied des Deutschen Bundestages für die CDU, Torsten March, Geschäftsführer des Bundesinnungsverbandes des Deutschen Kälteanlagenbauerhandwerks, und Alexander Neuhäuser, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke. Der ZDH hebt in seinem Rückblick hervor, dass die Veranstaltung am 5. Mai 2026 unter dem Titel „Best Practices der energetischen Sanierung – Was die Politik vom Handwerk lernen kann“ stattfand und die Rolle des Handwerks bei Energieeffizienz und Klimaschutz im Gebäudesektor in den Fokus rückte.

 

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Referentenentwurf zum Gebäudemodernisierungsgesetz 2026. Dieser Entwurf sieht nach aktuellem Stand eine grundlegende Neuordnung der bisherigen Heizungssystematik im Gebäudeenergiegesetz vor. Zentrale Punkte sind die Streichung der 2023 eingefügten §§ 71 bis 71p sowie des § 72 GEG, die Abkehr vom allgemeinen 65-Prozent-Erneuerbare-Energien-Grundsatz für neue Heizungen und die Einführung einer sogenannten „Bio-Treppe“ mit stufenweise steigenden Anteilen klimafreundlicher Brennstoffe. Der Entwurf befindet sich noch im Gesetzgebungsverfahren; gerade deshalb ist die wissenschaftlich fundierte Einordnung für Praxis, Lehre und Weiterbildung von besonderer Bedeutung. Klitzke konnte hier die wissenschaftichen Impulse geben und kommentiere im Einzelnen den Referentenetwurf und diskutierte diesen mit Lars Rohwer.

Aus Sicht von Klitzke zeigt diese Debatte exemplarisch, wie stark sich die Anforderungen an die Immobilien- und Gebäudewirtschaft verändern. Gebäude sind nicht mehr nur bauliche oder wirtschaftliche Objekte. Sie werden zunehmend zu vernetzten Energiesystemen, in denen Gebäudehülle, Wärmeerzeugung, Elektrotechnik, Photovoltaik, Speicher, Ladeinfrastruktur, Gebäudeautomation und Nutzerverhalten zusammengedacht werden müssen. Genau an dieser Schnittstelle setzt der Diplomstudiengang Wohnungs- und Immobilienwirtschaft an. Er verbindet Immobilienrecht, Betriebs- und Volkswirtschaftslehre sowie Bautechnik und vermittelt damit ein interdisziplinäres Kompetenzprofil, das in dieser Breite für die Transformation des Gebäudebestands besonders relevant ist. Die HSZG beschreibt den Studiengang als Kombination bautechnischer, wirtschaftswissenschaftlicher, immobilienwirtschaftlicher und rechtlicher Inhalte; der Studiengang führt zum Abschluss Diplom-Wirtschaftsingenieur/-in (FH), umfasst acht Semester und 240 ECTS-Punkte.

 

Klitzke stellt den Studiengang nebst der Doppelqualifikation vor - Wandel fängt mit Bildung an. Klitzke hat an der HSZG die Doppelqualifikation zum Gebäudeenergieberater entwickelt und eingeführt.

 

Mit der Doppelqualifikation zum HSZG-geprüften Gebäudeenergieberater geht die Hochschule nun einen weiteren Schritt in Richtung Zukunftsmarkt Gebäudewende. Der erfolgreiche Abschluss ist nach Angaben der HSZG von der Deutschen Energie-Agentur anerkannt und kann zusammen mit dem Diplomzeugnis zur Eintragung in die Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes berechtigen. Damit eröffnet die Hochschule ihren Studierenden eine zusätzliche berufliche Perspektive in einem Markt, der durch Klimaschutz, Digitalisierung, Fachkräftebedarf und steigende Anforderungen an die energetische Qualität von Gebäuden geprägt ist.

 

Die Diskussion in Berlin machte deutlich: Die Wärmewende ist nicht allein eine technische Aufgabe. Sie ist auch eine Bildungs-, Beratungs- und Umsetzungsaufgabe. Eigentümerinnen und Eigentümer, Wohnungsunternehmen, Kommunen, Handwerk und Planungsbüros benötigen Fachleute, die rechtliche Rahmenbedingungen verstehen, Förderlogiken einordnen, Wirtschaftlichkeit bewerten und technische Systementscheidungen belastbar begleiten können. Die HSZG positioniert sich mit ihrem Studienangebot genau in diesem Feld – praxisnah, wissenschaftlich fundiert und mit klarem Bezug zu den aktuellen Herausforderungen der Bau-, Immobilien- und Energiewirtschaft.

 

„Die Gebäudewende entscheidet sich nicht allein an der Frage, welche Heizung eingebaut wird. Entscheidend ist, ob wir Gebäude künftig als integrierte Energiesysteme verstehen – technisch, wirtschaftlich, rechtlich und sozial. Genau dafür bilden wir an der HSZG aus.“

Lars Klitzke, M. Eng.

Berufungsgebiet: Vertretung der Professur Ingenieurwesen, 

TGA Fachplanung und Bauphysik

03583 612-4679

Haus Z II, Raum 106.2

Lars.Klitzke(at)hszg.de

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