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HSZG verliert Persönlichkeit der Gründungszeit

Die HSZG trauert um Prof. Dr. sc. oec. Peter Hedrich, Gründungsdekan des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften.

Nachruf Prof. Dr. sc. oec. Peter Hedrich

Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von unserem hochgeschätzten Kollegen und Gründungsdekan des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften, 

 

Prof. Dr. sc. oec. Peter Hedrich,

 

der am 13.02.2026 im Alter von 94 Jahren verstorben ist.

 

Vom Einsatz im Krieg verschont, verlor er doch mehrere Jahre seiner Jugend durch Repressalien des NKWD.

Nach einer Ausbildung zum Elektromonteur bei einem Energieversorger absolvierte er ein Studium zum Diplom-Ingenieurökonom an der Technischen Hochschule Dresden auf dem Gebiet der Energiewirtschaft, das er 1961 erfolgreich beendete. 

 

In den Jahren 1962 – 1968 wirkte er an der Fakultät für Ingenieurökonomie im Institut für Ökonomie der Energetik als wissenschaftlicher Assistent / Oberassistent unter Institutsdirektor Prof. Hans-Joachim Hildebrand. 

 

Im Jahr 1968 verteidigte er seine Promotion A (Abschluss als Dr. rer. oec.) zum Thema „Mehrjahresmodell zur Optimierung der perspektivischen Struktur der Energiewirtschaft der Deutschen Demokratischen Republik“.

 

In den Jahren 1968 – 1979 wirkte Prof. Hedrich am Institut für Energetik Leipzig. 

Als Leiter der Hauptabteilung Gesamtprognose erhielt er zusammen mit Prof. Hildebrand im Oktober 1968 den Nationalpreis der DDR für Wissenschaft und Technik III. Klasse für die Arbeit am Thema „Mathematische Modellierung zur Optimierung der prognostischen Entwicklung der Energiewirtschaft der DDR“.

 

1979 erfolgte die Berufung zum Dozenten an der Ingenieurhochschule Zittau sowie 1981 die Berufung zum Professor für Betriebswirtschaft an der IH Zittau.

 

Im Jahr 1983 verteidigte er an der Bergakademie Freiberg seine Promotion B (Abschluss als Dr. sc. oec.) zum Thema „Neue Anforderungen an die langfristige Planung und prognostische Untersuchungen der Energie- und Rohstoffwirtschaft unter den sich verändernden nationalen und internationalen Bedingungen“. Hier entwickelte Prof. Hedrich ein komplexes Modell zur Abbildung von Verflechtungen zwischen Energiebedarf, Energieumwandlungs- und Energieanwendungstechnologien sowie Ressourcennutzung, ausgehend von Szenarien der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung.

 

Das Thema wurde 1990 mit der Erarbeitung des „Zittauer Energiekonzepts“ an der TH Zittau sowie an anderen Analyse- und Planungsmodellen für die deutsche Energiewirtschaft in Kooperation mit Bundesdeutschen Instituten fortgeführt. 

 

1990 brachte er sich als neu gewählter Dekan und als Senatsmitglied aktiv in den Prozess der Umstrukturierung und des Neuaufbaus der wirtschaftswissenschaftlichen Lehre an der TH Zittau ein.

 

1992 erfolgten seine Berufung zum Mitglied der Gründungskommission der Fachhochschule Zittau/Görlitz durch den Sächsischen Staatsminister sowie seine Berufung als Gründungsdekan für den Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der HTW Zittau/Görlitz (FH). In dieser Funktion wirkte er konsequent für eine Struktur- und Berufungspolitik, welche die Erfahrung der energiewirtschaftlichen Forschung und Lehre mit der einer marktwirtschaftlichen Betriebswirtschaft vereint und für viele Branchen nutzbar macht.

 

Diese Jahre waren durch eine hohe Nachfrage nach betriebswirtschaftlichen Studienangeboten geprägt, welche eine große Herausforderung für alle Lehrenden des Fachbereichs darstellte. Prof. Hedrich brachte sich selbst dabei mit großem Engagement in die Lehre ein.

 

Gleichzeitig war er für neue Ideen offen. So wurde auf Anregung aus dem Sozialwesen der Studiengang Tourismus erfolgreich am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften eingerichtet.

 

Er wurde zur Keimzelle der heutigen Fakultät Kultur und Management.

Als Wissenschaftler argumentierte Prof. Hedrich mit analytischer Stringenz, gepaart mit überzeugender Vernunft und Weisheit. Als Gründungsdekan legte er breite und tiefe Fundamente, formulierte eine motivierende Vision und leitete konsequent die Umsetzung unserer Strategien.

 

Als Hochschullehrer setzte er sich für die Ausbildung von Fachkräften mit hoher betriebswirt-schaftlicher Kompetenz, verbunden mit der Fähigkeit zur Führung von Unternehmen unter marktwirtschaftlichen Bedingungen, ein und förderte die kritische Auseinandersetzung mit Missständen. Für die Ausbildung zum Ingenieurökonomen bzw. zum heutigen Wirtschafts-ingenieur war für ihn die enge Verknüpfung von wirtschaftswissenschaftlichem Wissen mit der Kenntnis von Technologie und technischem Verständnis selbstverständlich. Er forderte und förderte die Auseinandersetzung mit dem technischen Fortschritt. 

 

Wir erinnern uns sehr gerne an die fürsorgliche Art, die verbindende Höflichkeit, die Vitalität und den Humor, aber auch an die Fähigkeit, mit Autorität Grenzen zu setzen, an unseren Professor Dr. Peter Hedrich. 

 

Wir behalten ihn in steter Erinnerung, so wie wir ihn am liebsten hatten: Ein wahrer Mensch in Zeiten des extrem fordernden Wandels.

Foto: Prof. Hedrich

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