Wandel der Energieberatung: HSZG setzt Impulse beim 25-jährigen Jubiläum des GIH-Bundesverbandes
Beim Bundeskongress des GIH-Bundesverbandes am 7. Mai 2026 in Berlin sprach Lars Klitzke über den Wandel der Energieberatung. Vor großem Fachpublikum zeigte er, warum Energieberatung künftig weit über klassische Sanierungsempfehlungen hinausgeht – und welche Rolle der Diplomstudiengang Wohnungs- und Immobilienwirtschaft der HSZG dabei spielt.
Am 7. Mai 2026 feierte der GIH-Bundesverband in Berlin sein 25-jähriges Bestehen. Der Bundeskongress stand unter dem Leitthema „Die Zukunft der Energieberatung“ und brachte Energieberatende, Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Verbänden und Praxis zusammen. Der GIH beschreibt den Bundeskongress als zentrale Plattform für Austausch, Innovation und politische Diskussion rund um die Energiewende.
Lars Klitzke von der Hochschule Zittau/Görlitz hielt im Rahmen des Kongresses einen visionären Fachvortrag zum Wandel der Energieberatung. Vor mehr als 400 Teilnehmenden zeichnete er die Entwicklung eines Berufsfeldes nach, das sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert hat: von der energetischen Einzelmaßnahme über die koordinierte Sanierungsstrategie bis hin zur systemischen Energieplanung ganzer Gebäude und Quartiere. Ein Branchenrückblick zum Kongress berichtet von rund 400 Energieberatenden, Unternehmen und politischen Vertreterinnen und Vertretern, die das Jubiläum in Berlin begleiteten.
Im Zentrum des Vortrags stand die These, dass Energieberatung künftig nicht mehr nur als Nachweis-, Förder- oder Sanierungsberatung verstanden werden kann. Die Energieberatung der Zukunft wird zur Schnittstelle zwischen Bauphysik, technischer Gebäudeausrüstung, Digitalisierung, erneuerbaren Energien, Energiemärkten und Nutzerverhalten. Wärmepumpen, Photovoltaik, Batteriespeicher, Energiemanagementsysteme, Elektromobilität, bidirektionales Laden und Vehicle-to-Grid-Anwendungen verändern das Gebäude vom Energieverbraucher zum aktiven Knotenpunkt eines zunehmend dezentralen Energiesystems.
Diese Entwicklung hat unmittelbare Folgen für die Qualifikation künftiger Fachkräfte. Wer Gebäude heute plant, bewertet, saniert oder betreibt, muss technische, rechtliche und wirtschaftliche Zusammenhänge integriert betrachten. Genau hier setzt der Diplomstudiengang Wohnungs- und Immobilienwirtschaft der HSZG an. Er verbindet bautechnische, wirtschaftliche, immobilienwirtschaftliche und rechtliche Studieninhalte und schafft damit ein Kompetenzprofil, das für die Transformation des Gebäudesektors besonders wertvoll ist. Die HSZG weist den Studiengang als achtsemestrigen Diplomstudiengang mit 240 ECTS-Punkten aus; inhaltlich werden unter anderem Immobilienrecht, Betriebs- und Volkswirtschaftslehre, Bautechnik, Facility Management, Immobilienbewertung und Management von Wohnungsunternehmen miteinander verzahnt.
Mit der neuen Doppelqualifikation zum Gebäudeenergieberater erweitert die HSZG dieses Profil gezielt. Studierende können sich damit zusätzlich in einem Berufsfeld qualifizieren, das für Klimaschutz, Förderprogramme, Sanierungsfahrpläne und die praktische Umsetzung der Wärmewende eine Schlüsselrolle spielt. Der erfolgreiche Abschluss zum HSZG-geprüften Gebäudeenergieberater ist nach Angaben der Hochschule von der Deutschen Energie-Agentur anerkannt und kann gemeinsam mit dem Diplomzeugnis zur Eintragung in die Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes berechtigen.
Der Kongress machte zugleich deutlich, dass Energieberatung eine gesellschaftliche Brückenfunktion übernimmt. Sie übersetzt politische Ziele in konkrete Gebäudeentscheidungen, technische Möglichkeiten in wirtschaftlich tragfähige Modernisierungsstrategien und abstrakte Klimaschutzziele in umsetzbare Maßnahmen. Neben Prof. Klitzke wirkten beim Bundeskongress hochrangige Impulsgeberinnen und Impulsgeber mit, darunter Bundesumweltminister Carsten Schneider, Corinna Enders, Vorsitzende der dena-Geschäftsführung, sowie Dr. Mandy Pastohr, Präsidentin des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Die aktuellen Funktionen von Schneider, Enders und Pastohr werden durch Bundesregierung, dena und BAFA entsprechend ausgewiesen.
Für die HSZG war der Bundeskongress damit mehr als eine Fachveranstaltung. Er war eine Bühne, um die wissenschaftlichen Schwerpunkte der Hochschule in Energieplanung, Gebäudetechnik, Bauphysik und resilienten Energiesystemen sichtbar zu machen. Zugleich zeigte sich: Der ländliche Hochschulstandort Zittau kann mit praxisnaher, interdisziplinärer und zukunftsgerichteter Lehre Impulse für eine bundesweite Transformationsaufgabe setzen.
Die Energieberatung der Zukunft wird anspruchsvoller, digitaler und systemischer. Sie braucht Fachkräfte, die nicht nur Gebäude analysieren, sondern Energiesysteme verstehen; die nicht nur Maßnahmen empfehlen, sondern Transformationspfade entwickeln; die nicht nur technische Lösungen kennen, sondern gesellschaftliche Akzeptanz, Wirtschaftlichkeit und rechtliche Rahmenbedingungen mitdenken. Mit dem Diplomstudiengang Wohnungs- und Immobilienwirtschaft und der Doppelqualifikation zum Gebäudeenergieberater schafft die HSZG hierfür ein zukunftsweisendes Qualifizierungsangebot.
„Energieberatung wird zur Systemberatung. Die Fachkräfte der Zukunft müssen Wärmepumpe, Speicher, Photovoltaik, Gebäudeautomation, Elektromobilität und Wirtschaftlichkeit zusammendenken. Genau diese interdisziplinäre Kompetenz vermitteln wir an der HSZG.“
Lars Klitzke, M. Eng.
Berufungsgebiet: Vertretung der Professur Ingenieurwesen,
TGA Fachplanung und Bauphysik
03583 612-4679
Haus Z II, Raum 106.2
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