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Erfolgreiche Internationale Kooperation in der Pandemie

Konferenzen, Seminare und Vorlesungen wurden mit Beginn der Pandemie im vergangenen Jahr teilweise erst verschoben und im internationalen Kontext ganz abgesagt. Wissenschaftler wollen aber forschen, lehren und gemeinsam zu neuen Erkenntnissen kommen.

Ganz in diesem Sinne organisierte die renommierte Partneruniversität der Hochschule Zittau/Görlitz, die Staatliche Universität für Wirtschaft Sankt Petersburg UNECON, für das Wintersemester 2020/21 jeden Dienstag ein „Internationales Wissenschaft-Praxis-Seminar über aktuelle Wirtschafts- und Finanzprobleme“. Die Leitung und Koordination übernahm die russische Bankexpertin Prof. Dr. Tatjana V. Nikitina, Direktorin des Russisch-Deutschen Zentrums (Foto 3. von links). Mit ihren wissenschaftlichen Mitarbeitern im International Centre for Financial Market Research ICFMR gelang es ihr im Wintersemester 18 Vorträge über ZOOM so erfolgreich zu organisieren, dass der „Petersburger Dialog“ (gegründet einst von dem deutschen Bundeskanzler und dem russischen Präsidenten) die Publikation der Ergebnisse in einem zweisprachigen Buch unterstützt.

Keynote Speaker für die jeweils anschließende Diskussion waren Professoren und Experten u.a. von den Universitäten TU München, TU Darmstadt, Erlangen-Nürnberg, Potsdam, Eichstätt, Frankfurt, Nürnberg, Zürich, Jena, Sankt Petersburg und Opole. Von der Hochschule Zittau/Görlitz war Prof. Dr. Falk Maiwald aktiv eingebunden.

Zittauer Beitrag zum wissenschaftlichen Dialog

Den Eröffnungsvortrag der Seminarreihe begann Prof. Dr. Clemens Renker am 6. Oktober 2020 mit dem Thema „Banken vor epochalen Herausforderungen – was tun?“. Dabei stellte er ausführlich die ökonomische Situation der Banken in Deutschland dar. Er erläuterte, dass es nach derzeitigem Stand der wissenschaftlichen Betrachtung in den nächsten Jahrzehnten keine Realzinsen mehr geben wird. Das hat natürlich erhebliche Konsequenzen für die Transformation von Geschäftsmodellen. Auch die Auswirkungen der Digitalisierung, insbesondere die Blockchain-Technologie, machen offensichtlich, dass die bisherigen Geschäftsmodelle der Banken keine Existenzberechtigung mehr haben. Seit sechs Jahren weist Professor Renker in seinen Vorträgen und Publikationen auf die längst überfällige Geschäftsmodell -Änderung hin. Die Kreditinstitute, die sich bisher nicht damit beschäftigten, werden zusätzlich durch die Auswirkungen des Corona-Virus bestraft. Selbst der Vorstandsvorsitzender der Cottbuser Sparkasse hat kürzlich den Verband darauf hingewiesen, sich tendenziell auf eine Halbierung des Personals einzustellen.

Am 12. Januar 2021 referierte Professor Renker zum Thema „Mit Portfolio-Management genial einfach in der Pandemie bestehen – mehr Werte, Erträge und Resilienz im Leben für Unternehmen und Vermögen“ (Foto. Prof. Dr. Igor A. Maximtsev, Rektor der Staatlichen Universität für Wirtschaft Sankt Petersburg führt in die Veranstaltung ein, vierter von links). Dabei entwickelte Professor Renker die Moderne Portfolio-Theorie über ihre Anwendung im Vermögensmanagement hinaus weiter auf eine sinngemäße Transformation für ganze Unternehmen und insbesondere für die erfolgreiche persönliche Lebensgestaltung im Sinne von Lifetime Asset Allocation. In allen drei Bereichen konnte er evidenzbasiert die Ergebnisse der modernen Portfoliotheorie belegen und begründen.

Russisch-Deutsches Vorzeigeprojekt

Die Wissenschafts-Praxis- Seminare sind von Politik und Universitätsrektoren beider Länder als eines der wenigen kooperativ erfolgreichen Beispielen gewürdigt worden. Es haben sich aus diesen Seminaren neue Netzwerke gebildet, aus denen länderübergreifend gemeinsame Module bis zu Studiengängen angeregt wurden. So waren zu den oben genannten Seminaren regelmäßig ausgewählte Masterstudenten und Doktoranden in den Diskurs einbezogen.

Wegen des überraschend großen Erfolges wird Professor Tatjana Nikitina im Sommersemester die Seminar-Serie fortsetzen. Alle Kollegen sind herzlich eingeladen, die Seminare mit ihrem aktuellen Forschungsbeitrag zu bereichern.

Prof. Dr. Dr. h.c. Clemens Renker

clemens.renker(at)t-online.de

 

 

 

 

© Wikimedia Foundation, CC BY-SA 3.0

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